Domumgebung Köln

Realisiert 2017
Wettbewerb 2002, 1. Preis
Ort: Köln
Themen: Urbane Transformation, Kultur, Bestandsentwicklung
Bauherr: Stadt Köln
Leistungsphasen: LPH 1–9

Mit der Neugestaltung der Domumgebung wird die beeindruckende Präsenz des Kölner Doms im Stadtbild wieder betont und von jahrzehntelanger Überlagerung durch bauliche Strukturen befreit.

Das städtebauliche Gesamtkonzept für die Domumgebung in Köln ist das Ergebnis eines von der Stadt Köln ausgelobten Workshopverfahrens. Ziel war die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für die UNESCO-Welterbestätte Kölner Dom.

In einem moderierten Beteiligungsverfahren mit direkt von der Planung betroffenen Stakeholdern – Architekten, Anliegern und Vertretern der Politik und Verwaltung – wurden die Leitlinien des Konzepts gemeinsam erarbeitet.

Durch einfach lesbare, räumliche Situationen wurde die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Bereichs auf allen Ebenen um den Dom wieder hergestellt. Das Planungskonzept macht durch Reduktion das Bestehende wieder sichtbar. Der bauliche Bestand wurde in einzelnen Bauabschnitten mit größtmöglicher Zurückhaltung und durch wenige, präzise gesetzte Interventionen und Materialien bereinigt und konturiert – mit dem Ziel, den Raum im Kontext von Dom und Nachbarbauten spannungsvoll und vielfältig nutzbar zu inszenieren.

Im Rahmen der Neugestaltung der östlichen Domumgebung wurde auch das Baptisterium neugestaltet. Der nachweislich älteste Taufort nördlich der Alpen wird in einem veredelten Rohbau in Szene gesetzt. Vor dem Baptisterium ist im Rahmen des städtebaulichen Gesamtkonzeptes ein großzügiger öffentlich nutzbarer Platz entstanden.

Lageplan
Ausgangszustand

Die angrenzenden Schauräume der Dombauhütte und des Römisch-Germanischen Museums bereichern den Stadtraum zusätzlich als Straßenmuseum. Das städtebauliche Gesamtkonzept für die Umgebung des UNESCO-Weltkulturerbes Kölner Dom ist das Ergebnis eines moderierten Beteiligungsverfahrens, in das alle direkt von der Planung betroffenen Stakeholder – Architekten, Anlieger und Vertreter der Politik und Verwaltung – eingebunden sind.

Wettbewerb:

Wagner, Alexandra (Designdirektion)
Karlheim, Frank
Ritter, Olga

Realisierung:

Würfel, Rouven (Projektleitung)
Rath, Susanne (Projektleitung)
Scholz, Andreas (Projektleitung)
Wolfrum, Jakob (Projektleitung)
Behm, Julia
Bernatek, Dominik Philipp
Bruns, Marion
Gross, Eugenia
Knauer, Sarah
Noss, Lisa
Sailer, Johannes

Fachplaner:

Pirlet & Partner Baukonstruktionen Ingenieurgesellschaft mbH, Köln (Tragwerksplanung/Bauüberwachung)
Drees & Sommer Köln GmbH, Köln (Projektmanagement)
Ingenieurbüro Heiming, Köln (Technische Gebäudeanlagen)
BSCON Brandschutzconsult GmbH, Essen (Brandschutz)

Fotografie:

Brigida González


Anerkennung Kölner Architekturpreis 2018