Der Entwurf zur Revitalisierung des Nahversorgungszentrums wurde mit dem Ziel umgesetzt, die bauliche Situation zu ordnen und ein architektonisch ansprechendes Erscheinungsbild im Stadtraum wiederherzustellen.
Im Mittelpunkt der Realisierung standen die Restrukturierung der Verkaufsflächen sowie die Sanierung der Fassaden in den oberen Geschossen. Ein angrenzender Glasbau wurde zurückgebaut und durch einen städtebaulich präzise definierten Neubau ersetzt.
Durch eine einheitliche Architektursprache und die Stärkung des horizontalen Prinzips entstand eine klare programmatische Zuordnung der Geschosse. Über sogenannte „Bänder“ aus einheitlichem Material wurden die tektonischen Elemente des gesamten Ensembles deutlich gestärkt. Schwächende oder störende Bauteile wurden entfernt, damit Zugangsbereiche geöffnet und Passagenräume aufgewertet.
Mit der Fassadensanierung konnte – in Anlehnung an den ursprünglichen Entwurf aus den siebziger Jahren – wieder ein strukturiertes, homogenes Erscheinungsbild des Gebäudes hergestellt werden. Die Faserzementplatten des Bestands wurden entfernt und durch ein helles, reflektierendes Glasmosaik ersetzt.
Die baulichen Interventionen verbessern nicht nur das Stadtbild, sondern ebenso die Aufenthaltsqualitäten rund um den Gebäudekomplex durch das Beseitigen von dunklen Passagen und Tunnels.
Realisierung:
Wettbewerb:
Fachplaner:
Linsmayer Projekte GmbH, München (Bauleitung)
Seeberger Friedl Planungsgesellschaft mbH, München (Tragwerksplanung)
PMI GmbH, Unterhaching (Bauphysik)
Topotek 1, Berlin (Freiflächenplanung)
Kaufer + Passer GmbH & Co. KG, Starnberg (Techn. Gebäudeausrüstung)
Fotografie:
Brigida González
2021 Preis Bauen im Bestand, Anerkennung