Wohn- und Bürogebäude "Vinzent", München

Realisiert 2025
Generalplanung
Ort: München
Themen: Wohnen, Büro, Holzbau, Klimagerechtes Design, Generalplanung
Bauherr: Bauwerk München 22 GmbH
Bruttogrundfläche: 21.640 m²
Leistungsphasen: LPH 1–7
Holzfassade mit Gewächströgen

Im Stadtteil Neuhausen in zentraler Lage des St.-Vinzenz-Viertels ist ein Gebäudeensemble aus Wohnen und Arbeiten entstanden. Der Neubau verbindet ein hochwertiges, nachhaltiges und wirtschaftliches Gebäudekonzept mit einer Bauweise, die für den innerstädtischen Holzbau wegweisend ist: Als eines der ersten Gebäude Münchens ergänzt dieses Ensemble einen Blockrand in Holz-Stahlbeton-Hybridbauweise.

Lageplan

Die spezifische Einordnung in die bestehende Gründerzeitstruktur sowie die Gliederung der Baukörper in Maßstab, Proportion und Höhenentwicklung prägen das städtebauliche Konzept. Der Entwurf differenziert klar zwischen Wohn- und Büronutzung und reagiert dabei präzise auf die unterschiedlichen funktionalen wie räumlichen Anforderungen.

Schnitt
Axonometrie

Während im Wohnungsbau die strukturell tragende Grundlage ein Betonskelett bildet, ist das Bürogebäude als Hybridbau mit einem sehr hohen Holzanteil erstellt. Die vorgefertigten, hinterlüfteten Holzfassaden beider Gebäudeteile umschließen die Baukörper entlang der Gabrielen- und Rupprechtstraße und differenzieren sich in Farbigkeit und Rhythmus.

Blaugraue, ornamental gefräste Holzfassade
Grüne, vertikal-profilierte Holzfassade


Neben der Farbgebung in blaugrau und grün sowie der unterschiedlich ausformulierten vertikalen Struktur, vermitteln die Lochfassaden, Bänderungen und der betonte Sockel der Fassaden zwischen der benachbarten Gründerzeitbebauung und dem neuen Ensemble der Neubauten. Die überhöhte Gebäudeecke bewirkt eine tektonische Vernetzung im Quartier und betont zugleich den neu geschaffenen Stadtbaustein im Kreuzungsbereich.

Erdgeschoss
Obergeschoss 02
Die überhöhte Gebäudeecke setzt einen städtebaulichen Akzent im Quartier
Vertikalschnitt Bürogebäude

Begrünte Fassaden und ein intensiv bepflanzter Innenhof verbessern das innerstädtische Mikroklima und fördern die Biodiversität im Quartier. Die straßenseitig in den Fassaden integrierten Pflanztröge basieren auf einem erdlosen, wasserbasierten Begrünungssystem.

Realisierung:

Stetter, Veronika (Teamleitung)
Mehlert, Claudia (Projektleitung)
Moosbrugger, Matthias (Planungsleitung)
Adler, Jakob
Bäcker, Hans-Christian
Birke, Helge
Blum, Viktoria
Burkhard, Flo
Choi, Yunhee
Diaz Gómez, Angela
Jantzen, Katja
Karahan, Özge
Klein, Juliane
Lei, Jie
Mayer, Elisa
Mühle, Lukas
Nieberle, Magdalena
Park, Justina Yun-Ju
Peneva, Elena
Pérez-Albert, Pablo
Pröbster, Rebecca
Seidl, Maximilian
Weyer, Johannes
Wiener, Michael (BIM Koordination)
Wüstemann, Lars (BIM Koordination)
Zou, Shixian

Generalplanung:

Comito, Daniela
von Mosch, Alexandra

Studie:

Gradenegger, Ulrich (Leitung)
Mühle, Lukas

Fachplaner:

Leitwerk AG, München (Objektplanung LPH 6–7)
Seidl & Partner Gesamtplanung GmbH, Regensburg (Tragwerksplanung / TGA / Spezialtiefbau)
Schüller Landschaftsarchitekten, München (Landschaftsarchitektur)
hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, München (Brandschutz)
PMI GmbH, Unterhaching (Bauphysik)

Fotografie:

Kim Fohmann