Neugestaltung U-Bahnhof Giselastraße

Machbarkeitsstudie 2020
Ort: München
Themen: Infrastruktur, Bestandsentwicklung
Bauherr: Stadtwerke München GmbH
Bruttogrundfläche: 4.793 m²

Der U-Bahnhof Giselastraße ist einer von mehr als vierzig Bahnhöfen des Münchner U-Bahnnetzes, der in den kommenden Jahren modernisiert wird. Im Rahmen einer vertiefenden Machbarkeitsstudie wurde ein Konzept erarbeitet, das als Grundlage für die anstehende Generalsanierung der gesamten Linie U 6 dient und die standardisierten Maßnahmen des übergeordneten Gestaltungsleitfadens umsetzt.

Leitgedanke des Entwurfs ist die visuelle Beruhigung der Bahnsteigebene und das Herausarbeiten der imposanten räumlichen Volumina. Unnötige Sekundärarchitektur wird entfernt. Entsprechend der Vorgaben zur Gestaltung bleiben schützenswerte charakteristische Elemente des Bestandes erhalten. Sie werden neu inszeniert und mit zeitgemäßen Elementen ergänzt. So werden die Verkleidungsmaterialien an Decken und Wänden rückgebaut und der Sichtbeton freigelegt.

Er wird gereinigt sowie mit einer farblich nuancierten Schutzlasur behandelt was für ein neues Erscheinungsbild sorgt, das den Bahnhof in seiner ganzheitlichen, räumlich beeindruckenden Dimension zur Geltung bringt. Ein Lichtobjekt über dem Bahnsteig setzt die rot gefliesten Stützen des Bestandes in Szene, indem es die bislang verdeckte Bahnhofshöhe komplett ausnutzt.

Transformation Zwischengeschoss

Die Neugestaltung des Bahnhofes umfasst auch das Sperrengeschoss. Das Prinzip der pointierten Reduktion und Ergänzung des Bestandes wird hier konsequent fortgeführt. Im linien-charakteristischen Gestaltungskonzept wurden ursprünglich freistehende Objekte im Raum, wie Kioske und Ticketschalter, definiert. Sie bleiben bestehen und werden mit einer zeitgemäßen Ausstattung in neuer Verkleidung ergänzt.

Farbliche Akzente sind in Rot gehalten, entsprechend der gefliesten Stützen der Bahnsteigebene. Als identitätstiftende Elemente des U-Bahnhofes Giselastraße demonstrieren sie anschaulich die baukünstlerische Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Gestaltung. 

Material
Bestehende und neue Potenziale Sprerengeschoss und Bahnhof

Ein einheitliches und neues Deckensystem mit integriertem Licht- und Akustiksystem erhöht die räumliche Aufenthaltsqualität. Es entsteht ein heller und angstfreier Raum mit einladenden, begehbaren Verkaufsbereichen entsteht. Die bereits begonnene Sanierung erfolgt bei laufendem Betrieb in mehreren definierten Transformationsschritten. Jeder einzelne stellt einen in sich abgeschlossenen Interims-Zustand dar.

Consulting & Projektentwicklung:

Thomas, Katharina (Leitung)
Shcherbakov, Pavel (Projektleitung)

Fachplaner:

luxophil lighting Fischer & Rohr Architekten PartG mbB, München (Lichtplanung)