Paul-Gerhardt-Allee, München

Realisiert 2021
Wettbewerb 2016, 1. Preis
Ort: München
Themen: Wohnen, Handel
Bauherr: MünchenBau Bauträger GmbH
Bruttogrundfläche: 39.750 m²
Bruttorauminhalt: 143.900 m³
Leistungsphasen: LPH 1–5

An der Paul-Gerhardt-Allee ist ein neues Stadtquartier entstanden, das Wohnungen sowie Handels- und Büroflächen umfasst. Als Nahversorgungszentrum mit vorgelagertem Quartiersplatz befindet sich das Wohn- und Geschäftsgebäude in einer besonderen stadträumlichen Situation.

Es bildet am westlichen Zugang zum Quartier einen prägnanten Auftakt, stabilisiert das bauliche Umfeld und integriert die unterschiedlichen Anforderungen an den hybrid genutzten Stadtbaustein in klarer und selbstverständlicher Weise.

Das Wohn- und Geschäftshaus präsentiert sich mit einer durchgängig hellen Oberfläche leicht und elegant, zugleich ist seine Struktur ausgeprägt und differenziert. Auf einem Sockelgeschoss, das das gesamte Baufeld ausfüllt, stehen drei polygonale Baukörper.

Grundriss EG
Grundriss OG 01

Von der Paul-Gerhardt-Allee aus markiert der höchste dieser Baukörper eine signifikante und einladende Passage in das neue Quartier. Die beiden weiteren Baukörper sind in der Höhe gestaffelt und jeweils versetzt angeordnet. Dadurch gelingt eine tektonische Verflechtung, die zwischen den Konturen der bestehenden und der angrenzend neuen Gebäude ausgleichend vermittelt.

Im Sockelgeschoss wurden Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungseinheiten realisiert, die über eine gemeinsame Eingangshalle oder direkt über den Quartiersplatz erschlossen sind.

Darüber, klar getrennt von den gewerblichen und öffentlichen Bereichen, befinden sich die Hauseingänge zu den rund 160 Wohneinheiten in den aufgesetzten Baukörpern. Die meisten Wohnungen sind ost-west-orientiert, größere Wohneinheiten verfügen über eine zweiseitige Ausrichtung. Großzügige Loggien ergänzen das Wohnangebot.

Die Dachfläche des Sockelgeschosses ist über eine halböffentliche Außentreppe zugänglich. Intensiv begrünt und mit verschiedenen Aufenthalts- und Spielbereichen gestaltet, steht dieser Dachgarten den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinschaftlich zur Verfügung. Eine umlaufende Pergola fasst den Raum.

Ein übergeordnetes und variables Fassadenraster prägt die Gesamtfiguration der unterschiedlichen Baukörper. In das Raster integriert sind Wandelemente aus gefaltetem Metall, welche mal geschlossen, mal perforiert, mal fest und mal beweglich sind. 

Dadurch erscheinen die drei Hochbauten auf dem Sockelgeschoss aus jeder Blickrichtung unterschiedlich, der Eindruck wechselt zwischen transparent und massiv. Gleichzeitig ermöglichen die beweglichen Fassadenelemente den Bewohnerinnen und Bewohnern, Ausblick und Einsicht individuell zu steuern.

Realisierung:

Sauer, Manfred (Teamleitung)
Hazard, Christopher (Projektleitung)
Bell, Katrin (Projektleitung)
Fuchs-Lee, Ulrike (Projektleitung)
Salzmann, Torsten (Projektleitung)
Ali, Zajnab
Bergmann, Sabrina
Blum, Viktoria
Böhm, Markus
Burkhard, Flo
Chen, Kevin
Doležalová, Marcela
Swietlik, Alexandra
Dzhibilov, Alan
Ehrminger, Kristina
Fuckel, Marcel
Fung, Jenny
Gnoato, Diego
Gross, Eugenia
Hansmeier, Nicole
Jahns, Henrike
Jakovljević, Nino
Jantzen, Katja
Klein, Juliane
Köppl, Simon
Maggi, Maurizio
Mehlert, Claudia
Petzold, Mirko
Pott, Philipp
Pröbster, Rebecca
Prokop, Marta
Riavez, Manuel
Schöbe, Emanuel
Shcherbakov, Pavel
Streifeneder, Kathleen
Strejčková, Edita
Uchal, Patrik
Willeitner, Elisabeth
Würfel, Rouven
Wondré, Michael (Leitung)

Wettbewerb:

Nuñez Fructuoso, Gregory
Wagner, Alexandra (Leitung)
Prof. Dietrich, Carola (Leitung)
Shcherbakov, Pavel (Projektleitung)
Kochhan, Simon
Vogeley, Philipp

Fachplaner:

Realgrün Landschaftsarchitekten, München (Landschaftsplanung)

Fotografie:

Brigida González
Kim Fohmann